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Pressespiegel


BIETIGHEIM-BISSINGEN, 06. AUGUST 2010
Bietigheimer Zeitung

"Oberliga ist für VfB das Absolute"

Der Neckarremser Trainer Koch und sein Freiberger Kollege Wenninger über die neue Saison
Heute ertönt in der Fußball-Oberliga der erste Anpfiff. Beim Redaktionsbesuch plauderten die Trainer Marcus Wenninger vom SGV Freiberg und Markus Koch vom VfB Neckarrems über die neue Saison.

Herr Wenninger, Sie haben am Mittwoch Ihren 38. Geburtstag gefeiert. Was haben Sie von Ihren Spielern geschenkt bekommen?

MARCUS WENNINGER: Noch nichts. Das kann die Mannschaft heute im ersten Punktspiel nachholen, am liebsten in Form eines Sieges. Am Mittwoch gab es eine Kleinigkeit zu Essen von meiner Seite aus. Ich hoffe, dass gegen Normannia Gmünd etwas zurückkommt.

Haben Sie als verantwortliche Trainer schon feuchte Hände?

WENNINGER: Ein Stück angespannt ist man immer, wenn die Runde losgeht. Man will ja auch gleich mit einem Dreier in die Saison starten. Klar weiß man nicht so ganz genau, wo man steht, und auch die Gegner kann man noch nicht so richtig einschätzen.

MARKUS KOCH: Wir haben ja noch einen Tag länger Zeit, aber ich habe keine feuchten Hände. Bei mir herrscht eher eine freudige Erwartung, so wie letztes Jahr vor dem ersten Verbandsliga-Spiel gegen 08 Bissingen. Wir hoffen auf einen ähnlich guten Start gegen Weinheim, wissen aber, dass dies am Samstag eine ganz schwierige Aufgabe wird.

Hier der Oberliga-Dino Freiberg, dort der kesse Aufsteiger aus Neckarrems. Wie gehen Sie mit der neuen Konkurrenz vor der Haustür um?

WENNINGER: Völlig neu ist die Konkurrenzsituation für uns nicht. Wir hatten früher mit 07 Ludwigsburg und Schwieberdingen immer mal wieder Mannschaften aus der Umgebung in der Oberliga dabei. Das wertet die Spielklasse auf. Darum sind wir froh, dass Neckarrems aufgestiegen ist. Vielleicht nimmt jetzt ja auch das Gesamtinteresse zu.

Will der VfB Neckarrems dem SGV die Rolle als Nummer eins im Fußballbezirk streitig machen?

KOCH: Wollen kann man viel, aber das wird nicht möglich sein. Freiberg ist zu Recht die Nummer eins und wird es auch bleiben. Marcus und ich kennen uns schon ewig. Er war 2005 bereits Oberliga-Trainer, als wir noch Bezirksliga gespielt haben. Da hat man den Blick immer mal nach Freiberg gerichtet, mit der Hoffnung, dem Beispiel einmal nacheifern zu können. Nun spielen wir in der gleichen Liga, das ist für uns sensationell. Wir können dem SGV nicht den Rang ablaufen, aber wir wollen uns das eine oder andere abgucken. Vielleicht können wir auch den Informationsfluss und die Freiberger Erfahrungen nutzen, wir sind da für jede Hilfe dankbar.

Wer sind Ihre Favoriten und wo landet Ihr Team?

WENNINGER: Aus meiner Sicht ist Astoria Walldorf einer der ganz großen Favoriten. Auch Waldhof Mannheim ist personell so aufgestellt, dass sich der Verein weit oben befinden wird. Danach kommt eine Vielzahl von Mannschaften mit ähnlicher Ausgangslage. Mit diesem Strom wollen wir mitschwimmen. Unser Ziel, unter die ersten Vier zu kommen - aber eher mit Blickrichtung Platz vier - werden wir bis zum Schluss akribisch verfolgen.

KOCH: Mich interessiert relativ wenig, wer am Ende vorne steht. Wir gucken nach uns, und da geht es in unserem ersten Oberliga-Jahr ganz klar allein um den Klassenerhalt.

Sie haben den Dorfclub aus Neckarrems in fünf Jahren von der Bezirks- in die Oberliga geführt. Haben Sie magische Kräfte?

KOCH: Nein, das ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. Viele Spieler haben uns auf diesem Weg begleitet. Fünf Fußballer aus Bezirksliga-Zeiten sind auch heute noch dabei. Das ist immens, wenn man sich heute die Fluktuation in den Vereinen anschaut. Für den VfB ist die Oberliga das Absolute, da geht nicht mehr. Die Zuschauer und das Umfeld dürfen nicht erwarten, dass es im Hurra-Stil und mit so vielen Toren weitergeht wie bisher.

Was bedeutet es für Sie persönlich, jetzt mit Ihrer Mannschaft in der höchsten Spielklasse Baden-Württembergs mitzumischen?

KOCH: Ich bin stolz, dass wir über die Relegation den Durchmarsch geschafft haben. Die Oberliga ist eine große Herausforderung. An meiner Arbeitsweise wird sich unter der Woche relativ wenig ändern. Wir werden nicht täglich trainieren. Sicherlich wird es am Wochenende für mich aber mehr Stress geben.

Durch Fußball-Freiberg geistert das Wort Regionalliga. Ist das Ziel für den SGV wirklich machbar und auch erwünscht?

WENNINGER: Erwünscht auf jeden Fall. Beim SGV würde sich keiner dagegen wehren, wenn der Sprung in eine höhere Klasse gelingen würde. Die Machbarkeit hängt von vielen Faktoren ab. Es wäre vermessen zu sagen, der Aufstieg klappt gleich in dieser Saison. Es wird sicher keinen Start-Ziel-Sieg geben. Der Verein hat in diesem Jahr etwas eingeleitet, das über die Zeit Früchte tragen soll. Wir wollen in dieser Runde ganz in die Nähe der Spitzengruppe kommen. Dann können wir für das Folgejahr die richtigen Schlüsse ziehen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, richtig in die Spitzengruppe der Oberliga vorzustoßen.
Redaktion: ANDREAS EBERLE

 

Ludwigsburger Kreiszeitung 04.08.2010

Milan Jurkovic als Elfmeter-Killer gefeiert

Freiberg – 120 Minuten warteten die 500 Zuschauer vergeblich auf Tore, dann entfachte das Elfmeterschießen knisternde Spannung. Dabei setzte sich der SGV Freiberg im Pokalduell mit 4:3 gegen Oberliga-Aufsteiger VfB Neckarrems durch. Torwart Milan Jurkovic wehrte zwei Schüsse ab und verwandelte selbst.

Mit wilden Hüpfern und fuchtelnden Armen versuchte der 27-jährige Keeper des Gastgebers die Neckarremser Elfmeterschützen zu irritieren – und hatte Erfolg damit. VfB-Neuzugang Eugenio del Genio fand ebenso in Jurkovic seinen Meister wie Stefan Engl.
Für Freiberg traf Turan Sahin den Pfosten, während Alexander Hirning, Adnan Cavcic, Sven Franzen und Jurkovic vollstreckten. Stephan Fichter, Daniele Longo und Meron Tsehaye waren für den VfB erfolgreich.
Wenn zwei Verfechter des disziplinierten Fußballs wie die Trainer Marcus Wenninger (SGV) und Markus Koch (VfB) wenige Tage vor dem Punktspielauftakt im Prestigeduell die Klingen kreuzen, ist es nicht verwunderlich, dass Sicherheit das oberste Gebot ist.
„Wir haben taktisch sehr gut gespielt“, stellte Wenninger fest und sah den „längeren Atem“ und die Möglichkeit einer früheren Entscheidung bei seinem Team. „Wir haben es geschafft, Freiberg bis aufs Äußerste zu ärgern“, stellte Koch fest. Zum Favoritensturz reichte es aber nicht. Sehr aufmerksame Abwehrreihen und gefällige Ballstafetten im Mittelfeld prägten das Geschehen. Zwingende Angriffsaktionen ließen jedoch an einer Hand abzählen.
Haris Krak (33./Schuss aus der Drehung und Micha-Colin Läubin (66./allein vor Jurkovic) hätten den Gast in Front schießen können. Als gefährlichster SGV-Angreifer entpuppte sich in der Schlussphase der regulären Spielzeit Außenverteidiger Sebastian Bortel (72., Distanzschuss/89., Kopfball). Bei Bortels Querpass (80.) verpassten gleich mehrere Angreifer den Ball. Hakan Kutlus mutiges Solo (87.) endete mit einem schwachen Abschluss. Damit hatten beide Teams ihr Pulver verschossen. SGV-Coach Wenninger ist sich sicher, dass der Erfolg für den Punktspielauftakt am Freitag gegen Gmünd Kräfte freisetzt. Die Remser erwarten am Samstag Weinheim zu ihrer Oberliga-Premiere.
Erich Wagner

 

Weinheimer Zeitung vom 31.07.2010

Oberligist freut sich auf positiven Stress

Erstmals in ihrer Geschichte schaffte die TSG 62/09 Weinheim nach dem Aufstieg in die Fußball-Oberliga auch den Klassenerhalt. Und dies in absolut beeindruckender Manier: Der Neuling beendete die letzte Saison als Tabellenfünfter und zeigte dabei über weite Strecke nicht nur taktisch disziplinierte Auftritte, sondern vor allem schönen Offensivfußball. Das Manko der letzten Runde - die erspielten Torchancen auch in Treffer umzumünzen - ist eines der Punkte, die Weinheim in diesem Jahr verbessern will.

Oberste Priorität hat natürlich aber auch in der Saison 2010/11 der Ligaverbleib. "Dazu werden wir wahrscheinlich 45 Punkte brauchen", sagt Co-Trainer Sascha Noe. Um das zu schaffen, haben Spielleiter Rolf Lieberknecht und Trainer Dieter Heimen die Mannschaft in dieser Saison verstärkt - vor allem in der Offensive und im Mittelfeld. Allerdings musste die TSG 62/09 mit dem Ausfall von Dennis da Silva (Kreuzbandriss) einen herben Rückschlag einstecken. Und der zweite Stürmer Zhan Xu hat noch nicht die körperliche Stärke, die in der Oberliga gebraucht wird. Der Chinese wird um seinen Platz kämpfen müssen.

Überhaupt ist dieser positive Stress des breit aufgestellten Kaders das Luxusproblem, dem sich TSG-Coach Dieter Heimen gerne stellt. "Wir brauchen alle Mann im Kader. Die Elf des ersten Spieltags ist wahrscheinlich nicht die des zehnten oder letzten. Aber eine Stammplatzgarantie gab es ohnehin noch nie." Dass alle Spieler den Konkurrenzkampf annehmen und die Kameradschaft trotzdem stimmt freut den ehrgeizigen TSG-Chef natürlich. Die Torhüterposition ist mit Simon Landa und Marc Bisch sogar gleichwertig besetzt, hier dürfte Co-Trainer Sascha Noe die Wahl der Nummer 1 besonders schwer fallen.

Auch ansonsten steht der Kader dieses Jahr wesentlich breiter aufgestellt da. Ins Dreier-Mittelfeld drängen neben den etablierten Patrick Bourabha und Christian Schäfer die jung-dynamischen Neuzugänge Michael Bitz und Uwe Rebholz. In der Vierer-Abwehrkette spielt Neuzugang Patrick Geissinger schon jetzt überaus solide und auf Allzweckwaffe Marco Eder ist ohnehin auf nahezu jeder Position Verlass.

38 Spieltage fordern
19 Mannschaften bedeuten eine Mammutsaison mit englischen Wochen. Eine echte Herausforderung für die Spieler, die fast ausnahmslos einem Beruf nachgehen. "Wir müssen an jedem Spieltag ein Topniveau abrufen, das sind einige Jungs so nicht gewohnt", sagt Heimen. Auf die TSG 62/09 wartet eine attraktive Liga, die durch die Zwangsabsteiger SSV Reutlingen und natürlich den SV Waldhof, aber auch den finanziell starken Aufsteiger SpVgg Neckarelz aufgewertet wird. Vier direkte Absteiger wird es geben, sechs sind es maximal - das wären fast ein Drittel der Liga.

"Viel wird davon abhängen, wie wir aus den Startlöchern kommen", sagt Sascha Noe. "Wenn es ähnlich läuft wie in der vergangenen Saison, dann werden wir vielleicht wieder von einer Welle getragen." Zum Saisonstart am 7. August beim Aufsteiger Neckarrems stehen die Weinheimer als Vorjahres-Fünfter gleich unter Druck, doch mit dieser Stresssituation ging die Mannschaft schon im letzten Jahr hervorragend um.

Neben attraktivem Fußball und dem Ligaverbleib will Weinheim auch wieder junge Spieler aus den eigenen Reihen ans Oberliganiveau heranführen. In dieser Hinsicht sind die Trainer ganz besonders von Eigengewächs Marco Eder angetan. "Er ist immens fleißig. Er kann als linker Verteidiger anfangen und als Rechtsaußen aufhören", sagt Heimen.

Diese Einstellung und vor allem das taktische Verständnis wünscht er sich auch von anderen. "Bei uns bekommt jedes Talent eine Chance - wenn sich der Spieler auch außerhalb des Platzes wie ein Oberligaspieler verhält."

AT

 

Auszug aus dem Artikel aus der Marbacher Zeitung vom 31.07.2010

Ein Weiterkommen ist für alle drei Teams Pflicht


Bezirk Enz Murr Die erste Runde des wfv-Pokals beginnt heute. Während der VfB Neckarrems beim SV Remshalden antreten muss, gastiert der SGV Freiberg beim SV Germania Bietigheim. Die SG Sonnenhof Großaspach spielt beim FV Löchgau. Von Julia Spors und Andreas Bender

Der VfB Neckarrems, der SGV Freiberg und die SG Sonnenhof Großaspach haben am heutigen Samstag allesamt eines gemeinsam: Sie zählen als Favorit. Während Neckarrems und Freiberg in der ersten Runde des wfv-Pokals bei Vereinen antreten müssen, die zwei Klassen tiefer spielen, trifft Großaspach gar auf eine Mannschaft, die sich drei Ligen tiefer die Fußballschuhe schnürt. Alles andere als Siege der drei Teams wäre deshalb eine große Enttäuschung.

Vergangene Runde hat der SGV das sogar hautnah erlebt. Bereits in Runde eins kam das Aus gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Tura Untermünkheim. Das soll nicht mehr passieren. Gewarnt ist das Team. Und motiviert dazu. Denn: Bei einem Weiterkommen würde bereits kommende Woche in Runde zwei ein Duell mit dem VfB Neckarrems winken. Vorausgesetzt natürlich, der Nachbar kommt ebenfalls weiter. "Wir gehen mit der Hoffnung in das Spiel gegen Bietigheim, das wir kommenden Dienstag auf den VfB treffen. Das wäre ein schönes Schmankerl kurz vor Rundebeginn", so Coach Markus Wenninger. Ähnlich sieht das der Kapitän des VfB Neckarrems Daniele Longo: "Dieses Lokalderby wäre ein erster Wegweiser für uns", äußert er sich über das mögliche Zweitrundenspiel gegen den Ligakonkurrenten. Grund sich zu verstecken, haben die VfBler jedenfalls nicht. "Die Vorbereitung verlief spitze. Die höhere Intensität und die größere Anzahl an Trainingseinheiten sind gut erträglich" , schildert der Kapitän den bisherigen Verlauf der Vorbereitung. Desweiteren muss das Team lediglich einen verletzungsbedingten Ausfall verkraften: Krischan Läubin, der eine feste Größe in der Verteidigung ist, plagt sich des Längeren mit Knieschmerzen und muskulären Problemen herum. Er wird am Samstag (17 Uhr) in der Begegnung gegen den SV Remshalden nicht spielen. Seine Rolle wird wohl Stefan Engl übernehmen.

Daniele Longo rechnet mit einem Sieg gegen Remshalden und setzt sich und seinem Team das Ziel, kein Gegentor zu bekommen. Im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Pokals wünscht sich der Capitano ein Heimspiel im Viertelfinale gegen einen Regionalligisten.

 

SKV muss nur einmal Lehrgeld bezahlen

Artikel aus der Leonberger Zeitung vom 26.07.2010
Fußball Der Verbandsligist Ludwigsburg gewinnt den Amateur-Cup in Freiberg, Rutesheim wird Vierter. Von Daniel Renkonen

Oberligist SGV Freiberg kann den heimischen Kreissparkassen-Amateur-Cup einfach nicht gewinnen. Im Vorjahr scheiterte der Gastgeber im Finale noch am TSV Münchingen. Diesmal kam mit dem 0:1 gegen Löchgau das Aus schon in der Gruppenphase. Trainer Marcus Wenninger soll deshalb seine Spieler zum "Auslaufen" bis ins benachbarte Ingersheim geschickt haben. Die Maßnahme habe einzig der Fitness der Spieler gedient, hieß es.

Dafür wanderte der Cup ein paar Kilometer weiter in die Barockstadt Ludwigsburg, wo Verbandsligist 07 Ludwigsburg mit dem gestrigen 2:0-Finalsieg gegen das Überraschungsteam vom FV Löchgau endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern durfte. Mit am Start des zweiten Helmut-Ott-Gedächtnisturniers (gespielt wurde über zweimal 30 Minuten) waren mit der SKV Rutesheim, dem TSV Münchingen und der KSG Gerlingen auch drei Vertreter aus dem Altkreis Leonberg.

Von ihnen hinterließen die Rutesheimer spielerisch den besten Eindruck. Nach vier Partien ohne Gegentor wurde die SKV erst im kleinen Finale vom Oberliga-Aufsteiger VfB Neckarrems unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei der 0:4 (0:4)-Schlappe hatte die SKV ihrem Gegner in punkto Zweikampfverhalten und Spielstärke nichts entgegenzusetzen, zumal im defensiven Mittelfeld große Löcher klafften.

Zum überragender Akteur avancierte Stürmer Sebastian Riedmüller, der die indisponierte SKV-Abwehr mit einem Hattrick im Alleingang durcheinanderwirbelte. Eugenio Del Genio besiegelte die Niederlage bereits nach 25 Minuten. Die ehemaligen Münchinger Roberto und Michele Ancona fügten sich beide nahtlos in das lauffreudige Angriffsspiel des VfB ein. Roberto Ancona erzielte gegen Gerlingen und Ingersheim sogar jeweils ein Tor. "Die Stimmung in der Mannschaft ist super und die Bedingungen hier sind richtig professionell. Ich bereue meinen Wechsel bislang jedenfalls nicht", lobte Michele Ancona seinen neuen Klub. Ein unnötiges 0:1 gegen den Lokalrivalen aus Ludwigsburg kostete letztlich die Finalteilnahme gekostet.

 

Schwarzwald Bote vom 19.07.10

Nach vorne fehlt dem VfL Nagold noch der Zug

VfL Nagold – VfB Neckarrems 0:2 (0:0). Natürlich steht die Saisonvorbereitung an ihrem Beginn, zudem hatten beide Mannschaften eine Woche lang viel Laufarbeit geleistet, bei über 30 Grad Hitze wahrlich kein Vergnügen. Dennoch haben diese 90 Minuten den Eindruck hinterlassen, dass beide Mannschaften vor einer schwierigen Saison stehen.

Der Verbandsligist begann mit einer Aufstellung, die unweit der Formation fürs erste Punktspiel sein dürfte. Im Tor Christian Bosch, er ist der einzige Gewinner dieser Partie beim VfL, davor Matthias Rebmann, Valentin Asch und auf den Außenpositionen Markus Glemser und Mark Huckle. Nur der vom Verbandsligisten FC Friedrichstal gekommene Linksfüßer spielte die 90 Minuten durch.

Ohne Marco Quiskamp und Adriano Fantini (Urlaub) zogen Yannik Dengler, Björn Straub und Nils Schuon im Mittelfeld die Fäden, vorne spielten Daniel Schachtschneider, Dominik Golubovic und Peter Steeb. Der Verbandsligist hielt gegen den Oberligaaufsteiger mit Glück und zwei Glanzparaden von Christian Bosch gegen Michaele Ancona und Haris Krak bis zur Halbzeit die Null. Vorne verpassten Nils Schuon (38.) und Valentin Asch (42) in einer starken Schlussviertelstunde des VfL vor der Pause den Führungstreffer.

Zum zweiten Abschnitt brachte VfL-Trainer Jörg Wieland mit Bujar Shala, Manuel Zug, Anton Stamer, Marc Böttinger und Michael Nebert gleich fünf neue Leute. In dieser Phase ohne Abstimmung erzielte der ebenfalls eingewechselte Josip Marovic (47.) die Gästeführung. In der Folge hatte der VfB Neckarrems im Spiel nach vorne ein deutliches Übergewicht, auf der Gegenseite sorgte nur ein Lattenkracher von Patrick Gunesch (65.) für Aufregung. Ansonsten hatten die Nagolder im defensiven Bereich so viel Arbeit zu verrichten, dass für einen geordneten Spielaufbau kaum zu sorgen war. In der 77. Minute machten die Gäste mit dem gut herausgespielten 0:2 von Stefan Engl den Sack zu.

VfL Nagold: Christian Bosch (Tor); Markus Glemser, Marc Böttinger, Valentin Asch, Mark Huckle, Matthias Rebmann, Nico Nesch, Thorsten Fetkenhauer, Yannik Dengler, Anton Stamer, Björn Straub, Bujar Shala, Nils Schuon, Michael Nebert, Dominik Golubovic, Daniel Schachtschneider, Peter Steeb, Patrick Gunesch und Manuel Zug.

Von Albert M. Kraushaar

 

LKS vom 12.07.10

Mammutprogramm wartet auf die Remser

Remseck – Mit acht Neuzugängen geht Aufsteiger VfB Neckarrems in seine erste Saison in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg. „Wir haben deutlich an Klasse hinzugewonnen“, freut sich Trainer Markus Koch.

Denkbar kurz fiel die Sommerpause für den VfB aus. Nur knapp zwei Wochen gab Trainer Markus Koch seinen Spielern frei, nachdem man erst am 20. Juni den Aufstieg feiern konnte.
Insgesamt 19 Vereine umfasst die Oberliga in der kommenden Saison, Start ist bereits am 7. August. Auf den VfB, der dem vorläufigen Spielplan zufolge mit einem Heimspiel gegen die TSG 62/09 Weinheim startet, kommt ein Mammutprogramm zu.
Personell wirkt der Aufsteiger gerüstet. Mit Michele, Luigi und Roberto Ancona kommt ein Trio vom TSV Münchingen. Tom Irrgang wechselte vom FV Löchgau zum VfB und aus Bissingen stießen Stephan Fichter sowie Eugenio del Genio hinzu. Torwarttalent Philipp Blühdorn und Angreifer Josip Marovic (beide SGV Freiberg) komplettieren die Liste. „Ich traue jedem von ihnen einen Stammplatz zu“, ist Koch mit dem Personal zufrieden.
Dabei ist keiner der Neuen älter als 24 Jahre. „Es sind alles absolute Wunschspieler. Wir wollten entwicklungsfähige Leute holen“, erklärt Marcel Schöll, der in der neu aufgestellten Fußballabteilung für die sportlichen Belange zuständig ist. Mit Arne Läubin, dessen Söhne Krischan und Micha-Colin im Kader stehen, hat man zudem einen neuen Pressesprecher benannt.
Verlassen haben den Club dagegen ausschließlich Akteure aus dem zweiten Glied. Lediglich Baris Yilmaz (TSG Backnang) und Dominik Rometsch (TSV Münchingen) waren von den Abgängen zuletzt häufiger im Einsatz. „Im letzten Jahr hatten wir einfach keine adäquate Bank“, räumt Schöll rückblickend ein.
Dies dürfte nun anders aussehen und mancher Arrivierte wird um seinen Stammplatz kämpfen müssen. Vor allem vom 22-jährigen Michele Ancona erwartet man sich einiges: „Seine Qualität ist auffallend. Er steht für viel Torgefahr aus dem Mittelfeld“, lobt Koch. Der spielstarke Offensivakteur, den viele Vereine jagten, gibt sich jedoch zurückhaltend: „Ich will schnell auf Augenhöhe mit den etablierten Spielern sein“, sagt er.
Ebenfalls Kandidaten für die Stammelf sind die Ex-Bissinger Eugenio del Genio und Stephan Fichter. „Trainer Markus Koch hat mich in den Gesprächen überzeugt. Er will Fußball spielen lassen und das geht schon in der Abwehr los“, erklärt der 23-jährige Defensivspezialist Fichter.
Angetan vom Neckarremser Fußball zeigt sich auch Linksfuß Roberto Ancona (20): „Viele Trainingsübungen kannte ich noch gar nicht. Wir arbeiten viel am Passspiel und nur mit dem Ball. Und lange Waldläufe gab es bislang noch keine“, lacht er.

Bernd Seib

 

Weinheimer Zeitung, 09.07.2010

Stuttgart. Mit 19 Mannschaften muss die Fußball-Oberliga die Saison 2010/11 absolvieren. Das bedeutet wiederum 38 Spieltage. Während es beim Rundenstart keine terminliche Änderung gab, wird die Serie um eine Woche bis Pfingstsams-tag, 11. Juni 2001, verlängert und zudem werden insgesamt vier "englische Wochen" erforderlich, zwei im August, jeweils eine an Ostern und im Mai 2011.

Neu in der Oberliga sind die Absteiger SSV Reutlingen und SV Waldhof Mannheim sowie die Aufsteiger SV Linx (Südbaden), SpVgg Neckarelz (Baden), FSV Hollenbach und VfB Neckarrems (beide Württemberg). Der Staffeltag zur Weichenstellung für die bevorstehende Saison wird am Montag, 12. Juli, um 18.30 Uhr in der Geschäftsstelle des Württembergischen Fußballverbandes, Goethestraße 9, Stuttgart, abgehalten.

Gestartet wird in der Oberliga mit einer "englische" Woche. Die TSG 62/09 Weinheim beginnt die Punktehatz ausgerechnet am Kerwewochenende mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger VfB Neckarrems. Auch die zweite Auswärtspartie eine Woche später beim FSV Hollenbach führt die Mannschaft von Trainer Dieter Heimen zu einem Aufsteiger. Dazwischen liegt das erste Heimspiel am Mittwoch, 11. August, gegen den SGV Freiberg.

Die ersten Spieltage in der Oberliga: 7./8. August: VfB Neckarrems - TSG 62/09 Weinheim, SpVgg Neckarelz - FC 08 Villingen, FC Nöttingen - Kehler FV, FSV Hollenbach - Stuttgarter Kickers II, SGV Freiberg - 1. FC Normannia Gmünd, SV Linx - SSV Reutlingen, VfL Kirchheim - FV Illertissen, SV Waldhof Mannheim - FCA Walldorf, ASV Durlach - TSG Balinger, spielfrei Bahlinger SC. 11. August: TSG 62/09 Weinheim - SGV Freiberg, FCA Walldorf - VfL Kirchheim, FV Illertissen - SV Linx, SSV Reutlingen - VfB Neckarrems, 1. FC Normannia Gmünd - FSV Hollenbach, Stuttgarter Kickers II - FC Nöttingen, Kehler FV - SpVgg Neckarelz, FC 08 Villingen - ASV Durlach, Bahliner SC - SV Waldhof Mannheim, spielfrei TSG Balingen. 14./15. August: FSV Hollenbach - TSG 62/09 Weinheim, SpVgg Neckarelz - Stuttgarter Kickers II, FC Nöttingen - 1. FC Normannia Gmünd, SGV Freiberg - SSV Reutlingen, VfB Neckarrems - FV Illertissen, VfL Kirchheim - Bahlinger SC, SV Linx - FCA Walldorf, ASV Durlach - Kehler FV, spielfrei SV Waldhof. 21./22. August: TSG 62/09 Weinheim - FC Nöttingen, SV Waldhof - VfL Kirchheim.
Artikel vom: 09.07.2010

 

REMSECK, 05. JULI 2010
Neuling macht nur kurze Pause
Sieben Neue bei Oberligist VfB Neckarrems - Auch Del Genio kommt
Nach nur zwölf Tagen Pause hat der Aufsteiger VfB Neckarrems mit der Vorbereitung auf seine Premierensaison in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg begonnen. Mit dabei sieben von acht Neuzugängen.

Der Trainer des VfB Neckarems und sieben seiner Neuzugänge, hinten von links: Markus Koch, Josip Marovic, Stephan Fichter, Philipp Blühdorn, Michele Ancona. Vorne von links: Luigi Ancona, Roberto Ancona, Tom Irrgang. Gestern verpflichtete der VfB noch Eugenio Del Genio. Foto: Avanti
Zwischen dem Aufstiegsspiel in Friedrichstal und dem Trainingsauftakt zur neuen Saison lagen für die VfB-Spieler nur zwölf Tage. Vier davon verbrachten die Spieler beim Mannschaftsausflug nach Prag. Am vergangenen Samstag startete Trainer Markus Koch mit dem Kader in die Vorbereitung auf die Oberliga-Mammutsaison mit 36 Spielen ab dem 7. August.

Neu dabei im Kader sind acht Spieler. Gestern einigten sich die Neckarremser noch mit dem vielseitig einsetzbaren Offensivmann Eugenio Del Genio vom FSV 08 Bissingen. Als zweiter Torhüter hinter Stammkeeper Carl Zimmermann gehört Philipp Blühdorn vom SGV Freiberg II dem Kader an. Für die Abwehr kam Stephan Fichter vom FSV 08 Bissingen, der in der Viererkette sowohl rechts als auch in der Mitte zum Einsatz kommen könnte. Das zentrale defensive Mittelfeld ist das Betätigungsfeld von Tom Irrgang vom FV Löchgau. Er kommt ebenso wie Fichter aus dem Zabergäu. Einen neuen Anlauf in der Oberliga unternehmen möchte beim VfB Josip Marovic, der vom SGV Freiberg gekommen ist. Nach seinem Wechsel 2009 von den A-Junioren des SSV Reutlingen zum SGV zog sich das Sturmtalent eine schwere Verletzung zu und kam in der Rückrunde nur selten zum Einsatz.

Das spielerische Potential des ohnehin technisch starken und offensivfreudigen Aufsteigers erhöht das Ancona-Trio mit den Brüdern Luigi und Roberto sowie deren Cousin Michele, das vom Verbandsligaaufsteiger TSV Münchingen gekommen ist und auch nur 13 Tage Pause hatte. Luigi ist ein bissiger, schneller Mann mit Vorwärtsdrang für die linke Seite der Viererkette, Roberto spielte in Münchingen vor ihm auf der linken offensiven Außenbahn und ist ein pfeilschneller Dribbelkünstler mit Abschlussqualitäten. Michele Ancona ist ein spielerisch bärenstarker und torgefährlicher "Zehner".
Redaktion: CLAUS PFITZER

 

 

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