TSV Grünbühl - VfB Neckarrems 2:2
VfB verteidigt die Tabellenspitze
Erster gegen Zweiter – getrennt nur durch einen Punkt und ein Tor. Beste Abwehr gegen beste Torfabrik. Mehr Spitzenspiel geht nicht.
Und genau so intensiv starteten beide Teams ins Spiel. Harte Zweikämpfe um die Dominanz im Mittelfeld prägten die Startphase.
Grünbühl presste mit enormem Druck und ließ unseren Jungs keinen Raum zur Spielgestaltung. Doch nach einer Viertelstunde geriet ein abgewehrter Ball aus dem Strafraum zu Flo Noller, der von halblinks unwiderstehlich abzog und das Leder ins Netz torpedierte.
Grünbühl verstärkte seine Angriffsbemühungen, doch die Abwehr des VfB hielt stand – bis nach einer halben Stunde der Stürmer am Strafraumrand bei Adem einhakte, schreiend fiel und den gegebenen Freistoß sehenswert verwandelte.
Die Gastgeber machten jetzt mehr und mehr Druck, wollten die Führung. Dann musste Asim verletzt raus. Jannis musste die ungewohnte Verteidigerposition übernehmen, wurde vom Angreifer überlaufen – Flanke, Kopfball und Grünbühl führte.
In Durchgang zwei ein ähnliches Bild. Der TSV wollte das Spiel entscheiden, erzielte ein Tor, das wegen Abseits verweigert wurde und traf kurz darauf den Pfosten. Beide Male Glück für den VfB.
Nach einer Stunde brachte Coach Rossi Noah für David und Finn für Paul Stumm. Deutlich war jetzt zu sehen, dass der VfB immer besser ins Spiel kam, da das kräftezehrende Pressing des TSV seinen Tribut forderte.
Das Grünbühler Team ist gespickt mit erfahrenen Spielern aus deutlich höheren Ligen. Die suchten jetzt nach Möglichkeiten, die Führung ins Ziel zu bringen. Eine davon war enorme Härte, die leider vom Schiri nur selten geahndet wurde – und natürlich das Spiel mit der Uhr.
Doch der VfB war jetzt am Drücker. Flo Noller wurde geschickt, umkurvte den Keeper, traf nur den Pfosten, passte den Abpraller zu Flo Scholz, der am Torwart scheiterte.
Adem trieb den Ball, passte von der Mittellinie in den Strafraum. Flo Scholz, obwohl der Verteidiger direkt an ihm dran war, nahm die Kugel an, machte eine schnelle Drehung und versenkte zum Ausgleich.
Ferdi kam für den verletzten Finn Pedace und kurz vor Schluss ein ganz besonderer Moment. Niklas Mann, der vor mehr als zwei Jahren sein letztes Punktspiel machte und sich seit der damaligen Verletzung mit bewundernswerter Ausdauer zurück kämpfte, kam ins Spiel.
Es hätte dem Fußballgott gut zu Gesicht gestanden, ausgerechnet ihn das Siegtor machen zu lassen. Doch beim Pass von Paul vor das leere Tor rutschte er knapp am Ball vorbei.
Flo Noller ging noch einmal steil. Nur eine Notbremse, zurecht mit Rot bestraft, konnte ihn aufhalten.
Nach sieben Minuten Nachspielzeit war Schluss. Unsere Jungs können stolz und zufrieden sein. Dies war das mit Abstand härteste und fordernste Match der Saison.
Am nächsten Sonntag gastiert Ossweil auf dem Hummelberg.
Es spielten: Luca Kandler, Adem und Asim Aktelligül, Tobias Scholz, Emanuel Manes, Finn Pedace, David Bauermeister, Paul Pommerenke, Florian Noller, Florian Scholz, Paul Stumm, Jannis Seibold, Noah Pommerenke, Finn Leonberger, Ferdi Vollmer und Niklas Mann
